Verbraucher müssen 2017 mit steigenden Strompreisen rechnen

Pünktlich zum Jahreswechsel dreht sich die Preisspirale der Stromanbieter wieder. Viele Versorger werden die Strompreise im kommenden Jahr erhöhen. Der Grund sind steigende Netzentgelte, die weiterhin steigende EEG-Umlage und neue Investitionen in das Stromnetz. Verbraucher müssen mit einer Preissteigerung von rund vier Prozent rechnen. Dies geht aus einer Analyse des Vergleichsportals Verivox hervor.

Viele Verbraucher haben die Kosten dabei nicht einmal selbst in der Hand. Die Preise steigen, weil die Netzbetreiber die Entgelte für die Nutzung ihrer Stromnetze erhöht. Tennet beispielsweise plant die Kosten im kommenden Jahr um 80 Prozent zu erhöhen. Die betrifft die rund die Hälfte aller deutschen Haushalte. Auch der ostdeutsche Stromnetzbetreiber 50 Hertz dreht an der Preisschraube und plant eine Anhebung der Entgelte um 45 Prozent.

Kostentreiber EEG-Umlage und Netzentgelte

Ein weiterer Kostentreiber ist und bleibt die EEG-Umlage. Diese steigt zum Jahreswechsel von 6,35 Cent je Kilowattstunde auf 7,1 bis 7,3 Cent. Auf einen Durchschnittshaushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 4000 Kilowattstunden kommen somit rund 34 Euro Mehrkosten zu.

Auch die von der Bundesregierung ausgerufene Energiewende hat ihren Anteil an den Kostensteigerungen. Um den Strom aus den Windparks der Nord- und Ostsee nach Süden zu bringen, sind neue Hochspannungsleitungen notwendig. Zugleich sollen 2022 nach und nach alle Atomkraftwerke außer Betrieb gehen. Die Folge: Der Strom muss umverteilt werden und die bestehenden Stromnetze reichen dafür nicht aus. Die Kosten für die Investitionen in das Stromnetz tragen zu einem Großteil die Verbraucher.