Mit Sofa kostet es mehr…

Viele Vermieter bieten möblierte Wohnungen an, um die Mietpreisbremse zu umgehen. Für diese Wohnungen erhalten sie einen Möblierungszuschlag, der es erlaubt höhere Mieten zu verlangen. Die Höhe des Mietzuschlags ist nicht pauschal festgelegt. Der Deutsche Mieterbund fordert mehr Transparenz und verlangt, Möblierungszuschläge explizit im Mietvertrag auszuweisen.

Schlägt man die Tageszeitung auf, finden sich dort immer mehr Inserate für möblierte Wohnungen. Laut einer Auswertung des Beratungshauses Empirica entfallen derzeit beispielsweise 60 Prozent aller Inserate in München auf möblierte Objekte – vor vier Jahren lag der Anteil noch bei 35 Prozent. Auch in Stuttgart und Frankfurt am Main sind ähnliche Entwicklungen zu beobachten. Da es derzeit keine Vergleichsmieten für möblierte Wohnungen gibt, nutzen Vermieter die eingerichteten Apartments, um die Mietpreisobergrenze zu umgehen. Der Mieterbund forderte nun vom Gesetzgeber im Gesetz zur Mietpreisbremse klarzustellen, dass ein solcher Zuschlag entsprechend im Mietvertrag ausgewiesen werden muss, um den Mietwohnungsmarkt transparent zu gestalten.